hilfreiche Artikel - Buffy vom Zauberwald

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Artikel auf dieser Seite:

- Wasserspiele mit dem Hund (Quelle: Fressnapf Jurrnal 6/2012)
- Schrecken zu Sylvester ( Quelle: Kristen Brox / Hundeexpertin & Buchautorin)
- Karen Uecker über Motivationstraining für Hunde (Quelle: Karen Uecker / Hundetrainerin & Buchautorin)





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Wasserspiele mit Hund

Wenn die Temperaturen höher klettern, verschafft der Sprung ins Wasser Hund und Halter eine willkommene Abkühlung. Wir verraten Ihnen wie der gemeinsame Ausflug ins kühle Nass garantiert ein großer Erfolg wird.

Alle Hunde können schwimmen, doch nicht jeder Vierbeiner hat auch Lust dazu. Manche Hunde stürzen sich sofort begeistert ins Wasser, schwimmen oder tauchen sogar kurz unter. Andere Artgenossen stehen lieber nur am Ufer und wagen sich kaum mit den Pfoten ins Wasser. Gerade Welpen oder Junghunde stehen dem nassen Element anfangs noch skeptisch gegenüber. Ein Grund zur Besorgnis ist das nicht. Selbst Hunderassen, von denen man sagt, dass ihnen die Liebe zum Wasser angeboren ist, haben diesbezüglich manchmal Anlaufschwierigkeiten. Wichtig sind dann vor allen zwei Dinge: Seien sie Geduldig, und Zwingen Sie den Hund zu nichts.

So gewöhnen sie den Hund ans Wasser

Am besten fangen Sie mit dem Wassertraining im heimischen Garten an. Sie brauchen dazu ein kleines Planschbecken, das Sie anfangs mit ganz wenig Wasser füllen – nur so viel, dass der Boden bedeckt ist. Nun locken Sie Ihren Hund mit spannender Stimme und einladenden Handbewegungen ein, mit Ihnen über den Rand zu steigen und einkleines „Fußbad“ zu nehmen. Nutzen Sie das Lieblingsspielzeug oder ein paar Leckerchen als Lockmittel. Und gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Wenn Sie im Wasser stehen und offensichtlich Spaß haben, wird es auch für den Vierbeiner interessant. Bitte beachten Sie darauf, dass der Boden des Beckens nicht rutschig ist. Auf keinen Fall darf der Hund nämlich das Gefühl haben, den Halt unter den Füßen zu verlieren. Dadurch werden eventuell vorhandene Ängste nur verstärkt.

Wenn die ersten Versuche klappen, können Sie Schritt für Schritt mehr Wasser in das Planschbecken füllen. Viele Hunde kommen so auf den Geschmack und überwinden ihre Scheu vor dem kühlen Nass. Wenn es nicht klappt: Werfen Sie die Flinte nicht ins Korn und üben Sie weiter. Belohnen Sie jede Annäherung des Hundes an das Wasser, am besten mit dem Clicker. Sollte sich der Hund hartnäckig weigern, dann müssen Sie ihn gewähren lassen. Nicht jeder Vierbeiner hat das zeug zu einer Wasserratte und Sie dürfen in keinesfalls zu etwas zwingen.

Der erste Ausflug an den See

Wer keine Möglichkeit hat, ein Planschbecken im Garten aufzubauen, kann diese Übungen natürlich auch am Badesee durchführen. Geeignet sind hierfür aber nur Gewässer mit einer sehr flachen Uferzone. Denn ob es sich nun um ein Planschbecken oder um einen See handelt: Wichtig ist, dass der Hund die Chance hat, sich Schrittweise mit dem neuen Element vertraut zu machen. Akzeptieren Sie, wenn der Hund zunächst nur am Ufer bleiben will oder schon nach wenigen Schritten in den See, wieder raus läuft. Keinesfalls dürfen Sie ihn einfach ins Wasser werfen – so bekommt er nur einen großen Schreck und verliert mit Sicherheit dauerhaft die Lust am Schwimmen.

Um den Hund an die Annäherung ans Wasser zu gewöhnen, eignet sich ein See mit einem flachen Ufer am besten. So kann der Hund anfangs noch stehen und sich schrittweise weiter ins tiefere Wasser wagen. Wenn Ihr Hund gerne apportiert, können Sie ihn vielleicht mit einem Aqua- Spielzeug locken. Werfen Sie das Spielzeug aber nicht sofort ins tiefe Wasser, sondern bleiben Sie damit lieber in der flachen Zone. Der Hund muss sich zunächst daran gewöhnen, dass seine Pfoten im Wasser stehen und er problemlos darin laufen kann. Wichtig ist, dass Sie Training absolut spielerisch gestalten und der Vierbeiner das Gefühl bekommt: Apportieren im Wasser ist keine große Sache, sondern etwas ganz Normales, das Spaß macht. Erst wenn Ihr Hund im flachen Wasser die notwendige Selbstsicherheit erlangt hat, ist es an der Zeit, sich in tiefere Zonen zu begeben. Werfen Sie das Spielzeug weiter hinein, aber nur ein kleines Stück, und steigern Sie die Abstände allmählich. Der Hund soll schrittweise ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, wenn das Wasser tiefer ist. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Ihr Hund lieber im Flachen bleiben will. Es ist zwar richtig, dass alle Hunde schwimmen können – aber manche wollen eben wirklich nicht. Vielen Vierbeinern genügt es, mit den Läufen im Wasser zu stehen und sich so abzukühlen. Dies sollten Sie akzeptieren und den Hund gewähren lassen.

Schonzeit für Wasserratten einplanen

Möglich ist aber auch, dass Ihr Hund eine große Leidenschaft fürs Schwimmen entwickelt und kaum noch aus dem Wasser zu bekommen ist. Dann müssen Sie seine Begeisterung bremsen und das Pensum langsam steigern. Ein Hund darf anfangs nicht zu lange schwimmen, denn dies kann, genau wie bei einem untrainierten Menschen, zu Muskelkater führen. Durch entsprechende Überanstrengung besteht beim Hund außerdem die Gefahr einer sogenannten Wasserrute: Der Schwanz hängt dann bewegungslos herab. Es handelt sich um eine Erkrankung, die sehr schmerzhaft für den Hund ist. Lieber langsam beginnen und dann die Badezeit allmählich ausdehnen. Die zeitliche Begrenzung ist auch deshalb sinnvoll, damit der Hund keinen Schaden durch die starke Sonneneinstrahlung nimmt. Vor allem bei Tieren mit hellem und kurzem Fell besteht außerdem erhöhte Sonnenbrandgefahr. Um den Hund zu schützen, sollten Sie ihn mit Sonnenschutzcreme einreiben.

Rücksicht auf die anderen Badegäste nehmen

Selbst wenn Sie sich an einem sogenannten „Hundestrand“ bewegen, müssen Sie Rücksicht auf andere Badegäste nehmen. Achten Sie bitte darauf, dass ihr Hund nicht über fremde Handtücher spaziert oder sich dort schüttelt, wo andere Gäste sich sonnen. Auch an fremden Grills darf er sich natürlich nicht „anstellen“. Nehmen Sie unbedingt Kotbeutel mit, um mögliche Hinterlassenschaften Ihres Tieres schnell zu entfernen. Am besten gehen Sie mit Ihrem Hund nach dem Schwimmen noch einwenig abseits des Strandes spazieren. Denn die Bewegung im Wasser regt bei vielen Vierbeinern die Verdauung an.

Vergessen Sie bei Ihrem Ausflug bitte nicht, für Ihren Hund ein Handtuch mitzunehmen. Damit können Sie ihn nach dem Baden abrubbeln, damit er sich nicht erkältet. Außerdem brauchen Sie einen Trinknapf und Trinkwasser, denn bei hohen Temperaturen ist es wichtig, dass der Vierbeiner viel Wasser zu sich nimmt. Vorsicht bei Ausflügen ans Meer: Schlabbert der Hund Salzwasser, kann dies zu Durchfall führen. Bieten Liegewiese oder Strand keine Schattenplätze, müssen Sie einen Sonnenschirm mitnehmen. Und vergessen Sie nicht den kleine Snack für zwischendurch: Schwimmen macht nicht nur Menschen, sondern auch Hunde hungrig!

So finden Sie den passenden Hundestrand

Leider sind Hunde nicht an jedem Gewässer erlaubt. Doch wie findet man einen Badeort, an dem Hunde willkommen sind? Grundsätzlich sind natürlich Orte, die wenig frequentiert sind, besser geeignet als große Ausflugsziele. Hier funktioniert immer noch die Mund- zu- Mund- Propaganda am besten: Bitten Sie beim Gassi gehen andere Hundehalter entsprechende Geheimtipps. Gerade alteingesessene Einheimische wissen von so manchem kleine See oder Weiher zu berichten, an dem sich die Vierbeiner frei bewegen dürfen. Auskunft über offizielle Hundestrände erhalten Sie bei Gemeinde- oder Stadtverwaltungen. Nachfragen lohnt sich: An vielen Seen, an denen während der Badesaison offiziell Hundeverbot herrscht, wurden inzwischen spezielle Liegewiesen für Vierbeiner und ihren Besitzer eingerichtet. Allerdings darf der Hund hier meist nur an der Leine ins Wasser. Alle deutschen Hundestrände gibt es außerdem auch als App fürs Handy:
Unter www. Hundestraende.com können Sie die Liste kostenlos downloaden und sich auch an neuen Orten schnell mobil schlau machen.

Quelle: Fressnapf Journal 6/2012



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Silvester: Der Jahreswechsel mit ängstlichen Hunden

Schrecken zu Silvester
Tipps für den Umgang mit der Geräusch- Angst von Hunden

Angst zu haben ist angeboren, biologisch sinnvoll und sichert das Überleben jedes Individuums. Doch Angst kann auch zum Selbstläufer werden. Rund um Silvester herrscht bei Hunden mit Geräusch-Phobie Ausnahmezustand. Die Tiere erschrecken, verlassen wenn möglich Raum oder Platz, flüchten und verkriechen sich – bis hin zu Verletzun- gen bei Ausbruchsversuchen. Sie sind kaum ansprechbar, und es dauert lange, bis sie sich wieder entspannen.


Geräusch-Phobie als Ursache
Führen die Geräusche von Schüssen oder Silvesterknallern zu panischen Angstattacken, kann zunächst einmal die Genetik eine Rolle spielen. Bestimmte Hunderassen, z. B. Bearded Collies, sind deutlich häufiger betroffen als andere. Bei Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass diese Hunde ohne konkreten Anlass schleichend zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr eine Geräusch-Phobie ausbilden. Ein deutlich häufiger vorkommender Grund ist allerdings die mangelnde Gewöhnung an Geräusche. Hunde sollten in frühem Alter mit vielen Alltagsgeräuschen konfrontiert werden und diese als normal kennenlernen. Eigens zu diesem Zweck kann man besondere Geräuschsammlungen erwerben, die der Hund zwischen der siebten und zwölften Lebenswoche hören soll.
Ein letzter Grund ist die Angst vor der Angst. Der Hund erschreckt sich bei einem plötzlichen Donner während eines Platzregens. Der Besitzer zuckt auch zusammen. Anschließend tröstet er den Hund. Der Hund lernt dabei, dass Donner gefährlich ist. Er wird ja gelobt, wenn er ängstlich reagiert, und lernt das als angemessenes Verhalten kennen. Beim nächsten Platz- regen hat er es vielleicht schon ver- allgemeinert. Er erwartet den Donner und zeigt sich ängstlich. Daraus wird schnell ein Teufelskreis, aus dem der Hund schwer wieder herausfindet.

Hilfe für den Hund
Weder das Alleingelassenwerden noch übermäßiger Zuspruch und tröstende Worte helfen dem Hund, mit der Angstsituation fertig zu werden. Der Halter sollte sich möglichst „neutral“ verhalten. Unbewusstes Belohnen durch Ansprechen, Streicheln und intensives Ansehen müssen unbedingt vermieden werden. Setzen Sie sich neben Ihren Hund, und lesen oder essen Sie etwas. Das wirkt beruhigend. Wenn der Hund einen besonderen Zufluchtsort hat, den er von sich aus aufsucht, sollte dieser immer frei zugänglich sein.

Vorkehrungen für Silvester
Ganz besonders wichtig an Silvester: Fenster und Türen geschlossen halten. Zusätzlich kann eine Geräusch- kulisse durch Radio oder Fernseher ablenkend wirken. Ängstliche Hunde dürfen niemals mit zu einem Feuerwerk genommen werden und in der „gefährdeten“ Jahreszeit (29. Dezember bis 6. Januar) nur an der Leine spazieren gehen. Allgemeiner Stressabbau vor dem Silvesterabend ist sinnvoll. Der Hund sollte in ruhiger Umgebung sowohl körperlich als auch geistig beschäftigt werden.
Zur geistigen Auslastung eignen sich Suchspiele und das Ausführen von einfachen Kommandos und Tricks, die auch zu Hause durchgeführt werden können. Wenn die Geräusch-Angst nur an Silvester auftritt und für den Rest des Jahres kein Problem darstellt, können auch Medikamente helfen.

Langfristige Hilfe
Arbeiten Sie im neuen Jahr mit einer Gegenkonditionierung an der Geräusch-Angst Ihres Hundes. Gewöhnen Sie den Hund langsam in kleinen Schritten an Geräusche, und erreichen Sie so langfristig eine Desensibilisierung. Trainieren Sie mehrmals täglich für wenige Minuten. Eine Geräusch- CD wird mit einer geringen Lautstärke gestartet. Zeitgleich wird Futter angeboten. Mit Ende der Spieldauer wird auch das Füttern umgehend beendet. Dabei soll sich das heikle Geräusch mit dem Positiv-Erlebnis Futter verbinden.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Tieren einen guten Start ins Jahr 2014!


Quelle: "Hundeschnauze" Newsletter der Uelzener Versicherungen
--------Autor: Kirsten Brox / Hundeexpertin & Buchautorin


 
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> Karen Uecker über Motivationstraining für Hunde


Zur Autorin:

Karren Uecker lernte die Grundlagen des Tiertrainings bei einer Filmtiertrainerin in den USA. Danach hat sie eine Ausbildung als Tänzerin absolviert und beständig weitergebildet. Sie tritt mit Hunden und Pferden in Shows- unter anderem auch beim Supertalent - auf und unterrichtet regelmäßig.

Ihr vierjähriger Partner Asim ist ein Groenendael - eine Varietät des belgischen Schäferhundes, der eine von der FCI anerkannte belgische Hunderasse ist. Die Hunde
gelten vor allem als Schutz- und Familienhunde; Asim hat seine Berufung allerdings im Dogance gefunden. Ueckers Buch über das Reitbeglethund- Training ist gerade erschienen.

An einem Buch über das Motivationstraining für Hunde arbeitet sie derzeit. Erscheinungstermin; Mai 2014;
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Mit Freude lernen

Fast jeder Hundebesitzer wünscht sich einen Hund, der voller Begeisterung angesprungen kommt, wenn er ihn zu sich ruft, um mit ihm zu arbeiten. Während der gemeinsamen Arbeit sollte der Hund, unabhängig von der jeweiligen Disziplin, konzentriert und freudig mitarbeiten und wenn er in den Feierabend entlassen wird, würden wir gern ein kleines Bedauern in seinen Augen entdecken.

Die Wirklichkeit sieht meist ein wenig anders aus. Oft bedarf es bereits eindringlicher Überredungskünste (meist in Form von Futter), um unseren vierbeinigen Partner überhaupt davon zu überzeugen, mit uns zu trainieren.



Besonders wenn es sich um Tätigkeiten wie etwa die "Bei - Fuß - Arbeit" für Obedience, Unterordnung etc. handelt. Würden wir dem Hund allerdings den befehl geben, einen flüchtigen Hasen zu stellen, bräuchten wir uns um die Motivation wenig Gedanken zu machen. Wir müssten ihn weder anfeuern noch mit Leckerlis Richtung Hase locken. Im Gegenteil: Wenn er hoffentlich nach einer Weile zu uns zurückkehrt, wird er uns mit glänzenden Augen ansehen und um eine weitere Aufgabe dieser Art bitten. Würden wir aber nun von ihm verlangen, mit der gleichen Begeisterung drei Minuten hochkonzentriert "bei Fuß" zu gehen, wäre die Reaktion vorhersehbar. Unser Hund würde uns unmissverständlich zu verstehen geben, dass er die Hasenjagd eindeutig vorzieht



>> Die Motivation ist in erster Linie abhängig von der gestellten Aufgabe.<<
Karen Uecker

Das jagen ist eine triebstarke Tätigkeit, eine der triebstärksten überhaupt - und das exakte Folgen das genaue Gegenteil, nämlich das Ergebnis von Erziehung. Kein Welpe kommt auf die Welt und bereitet sich voller Wonne darauf vor, später mal ein toller "Bei-Fuß-Geher" zu werden, indem er zu Übungszwecken schon mal spielerisch ein paar Winkel läuft. aber er rennt, rauft, beißt und hüpft, er Jagd seine Geschwister und alles andere, was sich bewegt, mit einer Riesenbegeisterung, die ihm angeboren ist. Triebstarke Tätigkeiten fallen in den Bereich der so genannten intrinsischen Motivation. Diese ergibt sich aus der Handlung selbst. Das bedeutet, der Hund hetzt den Hasen, weil es die Aktion selbst ist, die ihm "einen Kick" verschafft, ein ballverrückter Hund rennt hinter seinem Objekt der Begierde her, ein rassetypischer Border Collie treibt seine Schafe zusammen. Hunde handeln in diesen Fällen aus dem inneren Bedürfnis, genau diese Handlung auszuführen und müssen nicht extra vom Menschen dazu motiviert werden - wohl aber kontrolliert.
Die extrinische Motivation liegt einer Handlung zugrunde, die der Hund ausführt, weil er sich davon einen Vorteil verspricht oder weil er dadurch einen Nachteil vermeiden möchte. Das bedeutet, der Hund macht nicht deshalb z.B. Männchen, weil es ihm ein inneres Bedürfnis ist, sondern weil er davon ausgeht, dass er dafür eine Belohnung bekommt.
Eine extrinsische motivierte Handlung wäre auch ein "Bei Fuß", das der Hund nur deshalb ausführt, weil er vermeiden möchte, dass sein Hundeführer am Halsband herumreißt oder zu anderen unangenehmen Methoden greift. Hunde über leckerlis zur Mitarbeit zu bewegen ist die beliebteste Methode von Hundebesitzern. den Hunden wird eine Handlung, die sie von sich aus nicht ausführen würden, im wahrsten Sinne schmackhaft gemacht. Das ist einfach und funktioniert bei den meisten hunden auch ganz prima. Der Nachteil ist: Es ist ein Tauschgeschäft und der Hund entscheidet, wie gut es funktioniert. Überhaupt steht diese Motivation auf wackligen Beinen und ist häufig recht störanfällig. Denn wenn die Außenreize größer sind als die in Aussicht gestellte Wohltat, bekommen wir als Hundeführer ein Autoritätsproblem.

>> Ein Hund, der eine Tätigkeit um Ihrer selbst willen ausführt, arbeitet auf einer ungleich stabileren Motivationsebene<<
Karen Uecker

In eine solche Situation würden wir uns nicht bringen, wenn unsere Hunde im bereich der intrinsischen Motivation arbeiten würden. Ein Hund, der eine Tätigkeit um ihrer selbst willen ausführt, arbeitet auf einer ungleich stabileren Motivationsebene.

Aber wie bringe ich einen Hund dazu, eine langweilige, triebarme Tätigkeit eher freiwillig als fremdbestimmt auszuführen? Eine der besten Methoden besteht darin, die Motivation über das SPIELEN zu steigern und zwar - und das ist ganz wichtig - das spielen mit UNS! Spielen ist eine Tätigkeit, die es im Hinblick auf die Motivation des Hundes mit dem Hetzen, Rennen, Raufen evt. aufnehmen kann. der große Vorteil beim Spielen ist, dass der Hundeführer es steuern und kontrollieren kann und dass er sich dabei so einbringt, dass der Hund den Spaß irgendwann mit ihm verbindet.


Wichtig ist: Hunde und Menschen müssen ihre eigene "Spielkultur" entwickeln. Neben dem Spielen mit Spielzeug und Leckerli (ja, auch das geht!) muss die Interaktion mit dem Menschen immer mehr in den Vordergrund rücken. Wenn man es geschafft hat, dass der Hund die fröhliche Interaktion mit uns so liebt, dass ihm alles andere unwichtig erscheint, dann kann man beginnen, in das Spielen Arbeitselemente zu integrieren. Ist man dabei geschickt, wird es einem irgendwann gelingen, dass der Hund Spiel und Arbeit gar nicht mehr so recht auseinander halten kann und man einen Hund an seiner Seite hat, der seine "Arbeit" wirklich liebt. Dies ist nur ein sehr kleiner Einblick in das große Thema "Motivation". Es ist ein langer Weg und es gibt so viele Dinge, die beachtet und Klippen, die umschifft werden müssen, aber es lohnt sich!
PS: Das herangezogene Beispiel, in dem ein Hund einen Hasen hetzt, ist rein hypothetisch und soll den Sachverhalt keinesfalls verharmlosen. Hetzende Hunde verursachen Angst, Schmerzen und Leid bei den Wildtieren und müssen, bis sie zuverlässig abrufbar sind, unbedingt an die Leine!!


Quelle: Newsletter April 2014 Uelzener Versicherung
Autor: Karen Uecker



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